Montag, 7. Januar 2008

Tag 20 - Die Sandduenen

Heute haben wir ueberraschenderweise einen Roller gemietet und sind 45km zu den Sandduenen gefahren...war wirklich ein MEGASPASS!!! Und es hat uns beide sehr ueberrascht, wie krass die Landschaft sich hier vom restlichen Vietnam unterscheidet. Schaut selbst:









Fotoschooting mit Steffi :)


Die Sandduenen...trockene Hitze (35 Grad)


Direkt dahinter: Der Lotus Lake


Das kann ganz schoen schlauchen...darum gibts heute nicht viel Text sondern wir lassen das Sandmaennchen doch eher gegen 10 oder 11pm schon kommen *gaeeeehn*


Zum rechten Zeitpunkt geknippst *g*


Verluste gibts immer...ploetzlich bin ich ausm Schuh gerutscht, weil so viel Sand drin war...


Der Red Canyon





"VERSCHWINDBARRACK!" Das Bild isch fuer de HANS-JOERG und de Johnny und der Roman!!! IHM isch jedoch der alleinige Herrscher!



Bis (vielleicht) morgen! Wir haben hier noch einen kompletten Strandttag und dann gehts mit dem Bus nach Nha Trang (von dort fliegen wir nach Hanoi).

Uebrigens mal wieder eine kleine Anekdote ueber das Verhalten der Vietnamesen *g*. Also: Wenn ihr hier in Vietnam Essen geht, ob es ein richtiges Restaurant oder eben so eine Wohnzimmerbude ist, bekommt ihr natuerlich (meist) eine Karte. Und die sind hier schon im Durchschnitt 10-15 Seiten dick. So. Jedoch kann man sich darauf verlassen, dass ALLE (!) Kellnerinnen schon nach circa 20 Sekunden mit dem Notizblock neben dem Tisch stehen und fragen, was man essen moechte. Ausnahmslos. Ich schau die dann immer ganz verzweifelt an und frage mich, wie man sich in 20 Sekunden durch 160 Gerichte kaempfen soll?! Auch witzig ist, dass das Essen (nicht wie bei uns ueblich) gleichzeitig kommt, sondern stark zeitversetzt. So kann es passieren, dass der Eine schon laengst mit seinem Fisch fertig ist und der Andere 15 Minuten spaeter seinen Fry Ry (....Fried Rice) bekommt. Nicht, dass uns das wirklich stoert - aber es faellt auf. Da der Vietnam-Tourismus erst seit ca. 2000 wirklich auflebt, ist es uebrigens gar kein Wunder, dass sehr viele Dinge (Essen, Hotels, Planung von Touren) noch nicht 100% klappt oder rund laueft. Damit muss man definitiv rechnen und es hinnehmen. Ich finde das persoenlich wirklich eine ueberragende Leistung, was hier alles innerhalb der letzten 10 Jahre geschehen sein muss. Denn mit dem damaligen Vietnam (keine Strassen, das Treffen von Touristen war ein wahres Wunder) hat das nichts mehr zu tun und es funktioniert eigentlich alles recht gut - wenn auch nicht perfekto.

Mein neues Hobby ist uebrigens: Moskitojaeger! Gestern im Bad hab ich 11 Stueck getoetet, bevor sie mich erwischen konnten. 11 (Megastolz)! hihi...

Also gut, ich merke, mir wird langweilig...und die hier im Internetcafe...aeh...Internetwohnzimmer (wie alles hier)...sehen schon muede aus.

Cheers from 'Nam,
S+S

Sonntag, 6. Januar 2008

Tag 19, 20, 21...(etc) - Seasons in the Sun






Der Strand von Mui Ne heute um 17 Uhr...








Ein australischer Englischlehrer, der in Korea unterrichtet, fotografiert zwei Deutsche mit einer japanischen Kamera in Vietnam. Und hat es gerade so gebacken bekommen, den Knopf erst halb (zum Fokussieren) und dann ganz zu druecken...hihi...





Da wir hier soooooo viel nicht anschauen, haben wir uns halt selber fotografiert *grins*. Mist hier spinnt das Internet...vermutlich laden jetzt einige Bilder gar nicht oder nur superklein (musste einige superkomprimieren, damit sie uebertragen werden). Jetzt hab ich einfach mal viele hochgeladen...zumindest eins wird klappen *g*. Sehen wir dann auch spaeter, weil der Blog hier wieder gar nicht funktioniert. Ich schreibe somit wieder blind...



Und ploetzlich fiel der Strom aus...zum Glueck waren wir schon fettich mit Essen *g*

So viel werdet ihr von uns nicht hoeren oder lesen...denn wir sind gestern in Mui Ne angekommen und das bedeutet: Erholung!

Kaum aus dem Bus (waren nur 4-5 Stunden hier her) ausgestiegen sind wir ins erstbeste Hotel gelaufen (Austria Hotel) und haben mit (viel?) Glueck das letzte Zimmer bekommen. Da das hier ein absoluter Ferienort ist, zahlen wir auch 17$/Nacht, was Rekord ist. Dafuer wohnen wir jetzt nur 8m vom Strand in einem wirklich genialen Strandbungalow. Definitiv das sauberste und schoenste Hotel, in dem wir bisher untergekommen sind...man muss auch bedenken: SO ein Zimmer wuerde beispielsweise auf Hawaii oder Suedeuropa 80-120 EUR kosten.

Hier bleiben wir erst einmal bis Mittwoch und lassen uns von der Sonne bei 30 Grad roesten. Es ist schon merkwuerdig: Wir koennen uns gar nicht vorstellen, wie es momentan in Deutschland kalt sein muss. Wir lagen seit heute morgen 9 Uhr am Strand, schwitzten ein wenig, kuehlten uns stuendlich im Wasser ab, holten uns Eiscafe und Fruchtsaefte an die Strandliegen...ich bin heute (erneut) mit meinem Buch Catcher in the Rye fertig geworden waehrend Steffi auch fleissig am lesen ist. Nebenbei hoeren wir ab und an ein bisschen Musik am ipod. Fazit: Wir geniessen! Abends gehts dann mit dickem Sonnenbrand zum Essen.

Ach ja, schoene Anekdote: Heute Nacht um 1:30 bin ich aufgewacht und dachte ploetzlich so bei mir "Schaff ichs noch bis zum Klo oder nicht?". So schnell und vorsichtig wie moeglich bin ich aufs Klo und hab mich dann vom Fry Ry (Vietnamesisch fuer Fried Rice, you remember?) muendlich verabschiedet...sehr lustig. Es ist auch toll eigentlich: Da essen wir in Hoi An oder Da Lat praktisch auf der Strasse oder in Wohnzimmer-Restaurants, in denen man Ratten beim Essen beobachten kann, und nach einem Abend im piekfeinen Strandrestaurant (denn hier gibts solche kleinen Buden gar nicht) muss man Kotzen. Super.

Das Restaurant meide ich jetzt (obwohl Steffi mega begeistert war, denn hier gabs superleckeren Fisch fuer 25.000 Dong = 1 EUR).

Morgen mieten wir uns mal einen Roller und fahren 50km zu den Sandduenen! Die sorgen hier uebrigens auch fuer das "Mikroklima" (tolles Wort, oder?) und somit fuer viel Sonne und wenig Regen. Wir finden es uebrigens verdammt toll, auch mal eine Auszeit von Touren, Busfahrten und das Fuesse wundlaufen durch Staedte zu haben. Einfach mal nur am Strand liegen und lesen oder Musik hoeren. All day. Das muss auch mal sein.
Wir melden uns,
Steffi und Sandro

Freitag, 4. Januar 2008

Tag 17+18 - Das Mekon-Delta

Das war vielleicht eine Tour...etwas merkwuerdig, doch interessant! 2 Tage sind wir mit Booten ueber den Mekong geschippert, haben eine Reisfabrik besucht und durften Abends in supergemuetlichen Bungalows uebernachten. Leider war der heutige Tag (18) der Tour ein wenig in die Laenge gezogen, da wir eigentlich nur noch die schwimmenden Maerkt besuchten und der Rest aus viel Boots- und Busfahrt bestand. Hier unsere Impressions:







Mit kleinen Ruderbooten befuhren wir die Mekong-Kanaele


Steffi durfte sich als Schlangendempteurin ueben!








Waehrend ich noch faul im Bett des Bungalows doeste, war Steffilein schon fleissig und ist um 6:15 mit einer kleinen Gruppe auf Wanderschaft durch den ruhigen Ort gegangen und hat ein paar geniale (!) Fotos mitgebracht.





Die "Floating-Markets"





Und noch Zwischendurch Stopp in der Reisfabrig: Hier konnten wir sehen, wie Reispapier hergestellt wird.









Solche Laeden findet man hier ueberall....ALLES (!) voll mit Raubkopien und Faelschungen. Oben sieht man zum Beispiel alle Star Trek Serien zusammen auf vielleicht 15-20 DVDs oder Lost Season 1-3 auf 6 DVDs (die hab ich mir schon gekauft, mal sehen was da drauf ist - fuer rund 2 USD kann man nichts falsch machen...).

Cheers und ganz liebe Gruesse aus Vietnam!

Morgen gehts ins sonnige Mue Ne, wo wir 5 Strandtage geniessen *freu*,
Wir schreiben uns,
Steffi und Sandro

Mittwoch, 2. Januar 2008

Tag 16 - Die Cu Chi Tunnel

Heute morgen hats mich (Sandro) erwischt...bad bad stomach. Vermutlich vom viel zu scharfen Seafood Pot gestern. Und wir beide haben dann auch noch sehr wenig geschlafen und mussten, fuer die Tour durch die Chu Chi Tunnel, auch sehr frueh aufstehen. Kurz gesagt: Es war eine der besten Touren, doch sie war hoellich (!) anstrengend, weil wir furchtbar im Eimer waren. Darum gehts auch gleich ins Bettle (morgen machen wir das Mekong Delta unsicher) und fuer heute gibts auch nur ein paar Bilder:





Auf der Busfahrt zu den Tunneln blieben wir einfach mitten auf den Eisenbahnschienen stehen...und die Schranken schlossen sich! Da kann man schon nervoes werden fuer ein Sekuendchen...



Kurz vor den Tunneln besuchten wir einen Cao Dai-Tempel. Diese Religion ist in Vietnam verhaeltnismaesig verbreitet und kombiniert Katholizismus, Buddhismus und Konfuzionismus miteinander (wir wussten gar nicht, dass es sowas gibt...schliesslich widersprechen die einzelnen Religionen sich). More information: http://www.laze.net/papers/caodai.php





Die Cu Chi Tunnel waren im Vietnam-Krieg ein taktisch hervorragend (!) zum Angreifen und Verstecken. Es gab wie in einem Ameisenhaufen mehrere Ein- und Ausgaenge und die Tunnel waren VIEL (!) zu eng fuer die US-Truppen. Erst spaeter hat man diese Tunnels dann auf Touristengroesse ausgebaut, wobei sich hier definitiv niemand mit Klaustrophobie hineintrauen sollte.



Vor nur einigen Jahrzehnten war hier noch alles zerbombt. Alleine in diesem kleinen Arenal ausserhalb Saigons starben, laut Infos unserer hervorragenden Guides ("Slim Jim" nennt er sich), hunderttausende Soldaten.





Ueber dem Tunnelnetz wurde ein Schiessstand errichtet. Hier konnte man sich zwischen grosskalibrigen (echten) Waffen entscheiden. Da ich in meinem Leben noch nie so (!) ein Ding angefasst habe, wollte ich es einfach mal probieren. 10 Schuesse kosteten rund 12 Dollar. Eigentlich ein verdammt hoher Preis fuer diese Gegend, doch ich wollte es probiert haben. Und ich muss schon sagen, die Erfahrung war es wert...ich bin definitiv kein Waffenfreak, doch es war eine Erfahrung. Mit "Spass" (so ging es manchen) hatte es bei mir aber nichts zu tun.



Gebueckt mussten wir durch die Tunnel kriechen...alleine die 5-10 Minuten zum Ausgang haben uns gereicht (einige Mitglieder der Gruppe sind schon vorher bei Notausgaengen raus...). Es ist stickig, heiss, eng und staubig. Und man muss permanent gebueckt laufen...es war definitiv ein Erlebnis, weil man sich ziemlich gut vorstellen konnte, wie es wohl war, Stunden, Tage oder Wochen hier (vollbeladen) durch zu kriechen und zu kaempfen...

Da wir morgen das Mekong-Delta erkunden, gibts vermutlich keine Blogpost, da wir ueber Nacht in Bungalows eines kleinen Dorfes schlafen...

Doch wir melden uns!

P.S. Danach gehts uebrigens fuer 5 Tage nach Mue Ne, wo wir uns total faul in die Sonne legen und geniessen. Im Anschluss steht ein Flug von Nha Trang nach Hanoi an, nach dem wir dann die Halong-Bucht geniessen. Tja, und das wars auch schon...denn am 12. geht nach dieser Tour unser Flieger...es ist also schon fast Endspurt angesagt!

Cheers,
Steffi und Sandro

Dienstag, 1. Januar 2008

Tag 14 (Nachtrag) und Tag 15 - Aetsch, unser 2008 ist 6 Stunden laenger *g*

Waehrend es in Deutschland noch hell war, die Leute Einladung austauschten, gemuetlich zu Abend speisten oder Kracher sortierten, war es hier schon 2008!

Wir verabschiedeten uns natuerlich noch schnell von Sina, die gemuetlich eine Salami-Pizza gegessen und Sylvester mit Mr. Bean verbracht hat. Da Steffi zukuenftig nicht sonderlich weit weg von der Family wohnt, wird sie (und me, too!) zum Fotos austauschen und Curry essen auch bestimmt vorbei kommen im neuen Jahr.

Wir trotteten also durch die voellig uebervoellten Strassen von Saigon und machten an jedem zweiten Stand Halt. Es war einfach eine Superstimmung hier: Laute Musik, lachende Gesichter, viele Kinder, supergeniales Essen (!)...Doch das merkwuerdigste an Allem war: Es war warm. Hier in Saigon geniessen wir auch Abends bestimmt 30-32 Grad. So konnten wir Sylvester bislang noch nicht verbringen. Nach einem schicken Dinner (Japanisch zur Abwechslung) stuermten wir in die Masse und in den Park.


Abba
Und hier ist uns gleich wieder aufgefallen: Vietnam LIEBT Abba! Woher kommt die Connection? Ueberall toenen die Greatest Hits von Abba aus den lautsprechern. Kennt jemand dazu den Hintergrund? Nicht nur der Ohrwurm "Happy new year" sondern auch alle moeglichen weiteren Charthits der Gruppe werden hier hoch und runter gespielt.


Wortkuerzungen
Wo wir schon bei interessanten Auffaelligkeiten sind: Das English der Vietnamesen ist interessant. Zunaechst einmal sei erwaehnt, dass die meisten Einheimischen, denen wir begegnet sind, nur die grundlegenden Vokabeln und Satzteile beherrschen. Bislang konnten wir uns aber hervorragend mit Gestiken verdeutlichen. Was jedoch sehr witzig ist: So gut wie alle Vietnamesen lassen bei den englischen Woertern grundlegend (!) die letzten 2-3 Buchstaben einfach weg. Und DAS ist dann wirklich hart. Beispiele:
Fried Rice = Fry Ry
Please = Plea
Expensive = Pensy (ein Beispiel, wo auch der Anfang mal weggelassen wird)
Teilweise leidet die Verstaendlichkeit deutlich. Wenn man sie allerdings korrigiert, sprechen sie es IMMER (!) beim ersten Versuch schon richtig aus. Witzig manchmal...sie koennen, wenn sie wollen, machen es aber nicht *g*.


Weiter im Tagebuch...
Gegen 00 Uhr gings dann in einen zur Strasse hin offenen Szeneclub, bei dem der Cocktail mehr als eine Nacht in unserem Hotel kostete...doch es ist halt nunmal New Year und da kann man das auch mal in Kauf nehmen. Irgendwann war es dann auch 00 Uhr (P.S. Deal erfuellt, J.) und wir haben mit Long Island Ice Tea und Mochito (schreibt man das so, glaub nicht...?) angestossen. Witzig war auch: Es gab hier in Saigon KEIN (!) Feuerwerk. Zwar ging um 00 Uhr richtig die Post ab, doch geballert wurde nicht. Wir gehen davon aus, dass es entweder nicht ueblich oder verboten ist.

Hier sind nun endlich die Bilder:
Durch diese Strasse musste man sich kaempfen, wenn man vom Backpacker-Viertel zum Park wollte...

Nie probiert, doch dann zu einem der besten Erfrischungsgetraenke erklaert: Bambussaft mit Orange! GENIAL!


Weniger genial, Kategorie "WEIRD": Suesse Waffeln mit eingebackenem Wurststueck. No, thanks. Ich habs probiert.



Konzert im Park, bei dem...na klar...ABBA gespielt wurde!


Enzi, Maggi und Steffi kurz vor 2008!


DAS musste ich festhalten...


Die Stimmung war genial!





Diese nette Dame schmierte allen Gaesten ganz eklige Sahnetorte auf die Nase oder stopfte einem die Stuecke in den Mund :-)

Der Tag danach: Sandro laesst im Schuhviertel von Vietnam seine in Hoi An gekauften (MEGA)-Billig-Turnschuhe reparieren. Es ist wahnsinnig, mit wie viel Sorgfalt er an die Arbeit ging.

Heute erkundeten wir das Zentrum Saigons! (und sind jetzt total im Arsch...)
Hot Seafood Pot fuer Sandro und (links daneben) Fry Ry fuer Steffi!
So, morgen gehts in die Tunnel :-) (was das bedeutet, erfahrt ihr die Tage...)
Gruesse und nochmal Happy New Year,
Sandro und Steffi